
| Vorname: | Novak |
| Nachname: | Djokovic |
| Nation: | Serbien |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 1 |

Sechs Duelle, sechs Endspiele, ein Sieger: Djokovic hatte Nadal im Vorjahr seine momentane Vormachtstellung förmlich unter die Nase gerieben. Am Sonntag standen sich beide in der Rod-Laver-Arena zum dritten Mal in Folge in einem Grand-Slam-Finale. Und der Sieger hieß wieder Djokovic! Titel Nummer drei für "Nole" Down Under (nach 2008 und 2011), der vierte bei einem Grand Slam insgesamt. Aber es war ein steinhartes Stück Arbeit, nie hatte es in der Australian-Open-Geschichte ein längeres Match gegeben. Am Ende standen die Zahlen 5:53 auf der Anzeigetafel.
"Er ist der Favorit", hatte Nadal vor dem großen Finale über seinen Nachfolger auf dem Weltranglistenthron gesagt, "er hat all den Druck." Und tatsächlich legte Djokovic ein wenig fahrig los, kassierte ein frühes Break, wechselte schon vor dem sechsten Spiel des ersten Satzes sein Hemd und feuerte seinen Schläger auf den Court. Zwar kam der Belgrader in einem anfänglich sehr nervös geführten Match zurück, verlor den Durchgang dann aber doch mit 5:7. Dass das Ganze 80 Minuten dauerte, war ein Fingerzeig für die restliche Partie.
Hochklassig war das 30. Duell der beiden (nicht einmal Nadal und Roger Federer standen sich so oft gegenüber) zu diesem Zeitpunkt noch nicht, Djokovic begann nun aber, das Match immer mehr an sich zu reißen. Er spielte mit mehr Risiko, erhöhte die Aggressivität, zitterte sich aber trotzdem ein wenig zum Satzausgleich: Zwei Satzbälle vergab er bei eigenem Aufschlag, danach brach Nadal ein Doppelfehler das Genick.
Davon, dass er das fast fünfstündige Halbfinale gegen Andy Murray in den Knochen und einen Tag weniger Pause als Nadal hatte, war nichts zu sehen, Djokovic steigerte sich stattdessen umso mehr, je länger das Match dauerte. Präzise Schläge, fast keine Fehler, hohe Präsenz - das 6:2 im dritten Satz war eine fast perfekte Vorstellung des "Djokers".
Auch im vierten agierte der Titelverteidiger sehr souverän, aber auch Nadals Kämpferherz begann jetzt höher zu schlagen. Als Djokovic beim Stand von 4:3 drei Breakbälle am Stück vergab und Nadal stattdessen ausglich, war der Mallorquiner kaum zu halten. Und dann begann es zu regnen! Einige Minuten brauchte es, bis der Platz getrocknet, das Dach geschlossen war. Die Spannung stieg, das Niveau auch, es kam zum Tiebreak. Djokovic schien auf dem besten Weg zum Sieg zu sein, führte 5:3 - und gab vier Punkte in Folge ab! Nadal ging auf die Knie, die Arena kochte. Ein entscheidender fünfter Satz musste her, und es war schon nach Mitternacht in Melbourne.
Nadal war nun naturgemäß obenauf und nutzte nach schwer umkämpften ersten Aufschlagspielen auf beiden Seiten den ersten Breakball im Entscheidungsdurchgang zum 4:2. Doch Djokovic konterte auch mithilfe einer erfolgreichen Challenge sofort, steckte den Doppel-Rückschlag weg. Beide leisteten sich den Strapazen entsprechend jetzt zahlreiche Fehler, es hatte sich längst ein Kopf-an-Kopf-Duell zweier ausgepumpter Weltklasse-Spieler entwickelt. Am Ende breakte Djokovic Nadal zum 6:5, wehrte danach eine Re-Break-Chance ab und verwandelte schließlich seinen ersten Matchball.
Was folgte, war Jubel pur: Djokovic legte sich auf den Court, holte sich Nadals Glückwünsche ab und zerriss sein Trikot. Diese Show hatte sich "Nole" wahrlich verdient!

| Vorname: | Novak |
| Nachname: | Djokovic |
| Nation: | Serbien |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 1 |

| Vorname: | Rafael |
| Nachname: | Nadal |
| Nation: | Spanien |
| Profi seit: | 2001 |
| Weltranglistenplatz: | 2 |
| Austragungsort: | Melbourne |
| Land: | Australien |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2012 | Novak Djokovic |
| 2011 | Novak Djokovic |
| 2010 | Roger Federer |
| 2009 | Rafael Nadal |
| 2008 | Novak Djokovic |
