Mit dem Urteil ist nach mehr als fünf Jahren der Fall um die Verwicklung des einstigen deutschen Radstars in die Affäre um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes beendet. Ab dem 1. Mai 2005 sei eine Zusammenarbeit zwischen ihm und Ullrich laut Gericht bewiesen, somit wurden alle Ergebnisse des gebürtigen Rostockers nach diesem "Stichtag" gestrichen. Die Affäre war einen Tag vor dem Start der Tour de France 2006 aufgedeckt worden. Der CAS hatte den Schiedsspruch zuvor dreimal hinausgeschoben.
Damit wird Ullrichs dritter Platz bei der Tour de France 2005 annuliert, auch sein Erfolg bei der Tour de Suisse 2006 ist futsch. Einen Antrag des Rad-Weltverbands UCI, Ullrich lebenslang für alle Aktivitäten im Radsport zu sperren, wies der CAS ab. Der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger (1997) sei kein Wiederholungstäter, meinte das Gericht.
Der heute 38-Jährige hat Doping bislang stets bestritten. Für die Zukunftspläne Ullrichs ist das Urteil nicht von Bedeutung. Seine Stellungnahme folgte am späten Donnerstagabend.
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