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06.01.2012, 19:32

Chaos-Springen in Bischofshofen

Schlierenzauer gewinnt die Tournee

Gregor Schlierenzauer hat zum ersten Mal die Vierschanzentournee der Skispringer gewonnen. Beim Finale in Bischofshofen segelte der Österreicher in einem nervenaufreibenden Wettkampf, der sich über mehrere Stunden zog, auf den dritten Platz. Sein ärgster Verfolger Andreas Kofler verpatzte seinen ersten Sprung und war auf Platz 27 bereits zur Pause chancenlos.

Gregor Schlierenzauer
Es ist geschafft: Gregor Schlierenzauer ist der Sieger der 60. Vierschanzentournee.
© Getty ImagesZoomansicht

Gregor Schlierenzauer hat sich zum ersten Mal den Gesamtsieg bei der Tournee gesichert. Mit seinem dritten Rang verteidigte er seinen Vorsprung im Klassement souverän und ist somit der vierte Österreicher in Folge, der beim prestigeträchtigsten Wettbewerb der Skispringer triumphierte. Den Tagessieg holte sich sein Landsmann Thomas Morgenstern, der damit noch Zweiter in der Gesamtwertung wurde. Als bester Deutscher beendete Severin Freund die Tournee auf dem siebten Platz.

Es war ein chaotischer Wettkampf zum Finale der 60. Vierschanzentournee: Die bereits um einen Tag verschobene Qualifikation musste abgebrochen werden, da zu viel Schnee in der Anlaufspur für irreguläre Verhältnisse gesorgt hatte. Daraufhin entschied sich die Jury, die Spur nochmals zu präparieren und nach einer kurzen Pause alle Springer zum ersten Durchgang zuzulassen.

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Kofler stürzt ab und verliert die Tournee

Der Schneefall hatte zunächst aufgehört, doch nun machten wechselnde Winde den Athleten zu schaffen. Von den deutschen Springern erwischte es besonders Severin Freund, der zwar als 30. das Finale erreichte, dennoch sämtliche Chancen auf eine gute Platzierung verlor. Noch schlimmer erwischte es Andreas Kofler, der als Einziger noch die theoretische Möglichkeit hatte, Schlierenzauer noch abzufangen. Er landete nur auf dem 27. Rang, während sein Landsmann mit einem Sprung auf 131,5 Meter und Platz drei sein Soll erfüllte.

Langes Warten - für nichts

Der zweite Durchgang wurde nach gut zehn Minuten aufgrund des erneut einsetzenden Schneefalls zunächst unterbrochen. Nach einer Pause bis 19 Uhr wurde dann nochmals versucht, den zweiten Durchgang durchzuführen. Doch schnell war klar, dass es nicht mehr weitergehen würde. Damit stand endgültig fest: Gregor Schlierenzauer ist der Sieger der Tournee.

Hlava sorgt für Schreckmoment

Überschattet wurde das Springen vom schweren Sturz des Tschechen Lukas Hlava. Nach der Landung überkreuzte er seine Ski und kam zu Fall. Dabei zog sich der 27-Jährige einen offenen Nasenbeinbruch zu. Nach dem Wirbelbruch des Norwegers Tom Hilde in Oberstdorf war es bereits die zweite schwere Verletzung der diesjährigen Vierschanzentournee.

06.01.12
 
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