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19.03.2010, 22:07

X. Paralympics: Braxenthaler holt Silber

Vaterfreuden beflügeln Schönfelder

Gerd Schönfelder hat dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) in Vancouver die zehnte Goldmedaille gesichert. Der 39-Jährige, dessen Frau am Sonntag Nachwuchs erwartet, steht nach seinem Erfolg im Super G bereits zum dritten Mal ganz oben auf dem Treppchen, insgesamt war es sein 15. Erfolg bei Paralympischen Spielen. Über Medaillen freuen durften sich auch Martin Braxenthaler, Andrea Rothfuß und Anna Schaffelhuber.

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Gerd Schönfelder
Schon wieder Gold: Gerd Schönfelder war im Super G der Schnellste.
© imago Zoomansicht

Dank Schönfelders Gold verdrängte Deutschland die Russen von Platz eins im Medaillenspiegel. Der armamputierte Athlet war zuvor bereits im Riesenslalom und der Abfahrt nicht zu schlagen - insgesamt haben sich inzwischen 21 Medaillen beim Bayer angehäuft. "Ich hatte schon zuvor eine so tolle Saison, dass meine Frau gesagt hat: 'Du bist der Topfavorit, aber das ist gar nicht gut. Denn Favoriten sterben meistens'", meinte Schönfelder schmunzelnd: "Aber ich habe meine Leistungen nun auch in den wichtigen Rennen noch einmal untermauern können. Das ist der Lohn harter Arbeit."

Youngster Kevin Wermeester (Aachen) landete auf dem 27. Platz, auch Routinier Gerd Gradwohl blieb einen Tag nach seinem Bronze-Lauf in der Abfahrt eine weitere Medaille verwehrt.

Braxenthaler meldet sich mit Silber zurück

Nach zweimal Gold und einem Sturz gewann Martin Braxenthaler hingegen Silber. Der 38-Jährige aus Traunstein war im Super-G der Monoski-Fahrer nur dem Japaner Morii Taiki unterlegen. Zuvor hatte Braxenthaler im Slalom wie im Riesenslalom die Goldmedaille erobert, in der Abfahrt war er vorzeitig ausgeschieden. "Ich habe heute Silber gewonnen, nicht Gold verloren", sagte Braxenthaler: "Nachdem ich gesehen habe, dass ich die beste Zwischenzeit hatte, war der Ärger nach dem Sturz in der Abfahrt schon da. Aber umso motivierter war ich heute." Zum Abschluss in der Super-Kombination hofft er auf die vierte Medaille. "Alle werden mich da als Favoriten hinstellen. Aber mit einem Super-G-Lauf wie heute ist wirklich alles möglich."

Wieder Bronze für Rothfuß

Zu erneuten Medaillenehren kam auch Deutschlands Behindertensportlerin des Jahres Andrea Rothfuß, im Super-G schnappte sie sich Bronze. Zuvor hatte sie im Slalom und Riesenslalom jeweils Silber und in der Abfahrt ebenfalls Bronze geholt. Die Kanadierin Lauren Woolstencroft war Schnellste vor der Italienerin Melania Corradini und ist nach ihrem vierten Sieg in Vancouver gemeinsam mit der Deutschen Verena Bentele (München/nordisch) die erfolgreichste Athletin der Spiele.

Schaffelhuber: Mit 17 zu Edelmetall

Überraschenderweise durfte auch die erst 17-jährige Anna Schaffelhuber jubeln. Die Regensburgerin fuhr am Freitag in Whistler Creekside auf den dritten Platz im Super G der sitzenden Klasse. Für die Paralmypics-Debütantin, die zum Auftakt Vierte im Slalom geworden war, war es der erste Medaillengewinn. Den Wettbewerb für sich entschied Claudia Lösch aus Österreich.

19.03.10
 
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