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22.02.2012, 17:44

Sommerreifen im Test: Zweimal top, dreimal flop

Billigreifen? Besser nicht!

Wer zu Billigreifen greift, zahlt am Ende womöglich drauf: Das Risiko beim Bremsen oder auf nasser Fahrbahn scheint einfach zu groß. Das jedenfalls ist eines der Ergebnisse des ersten großen Reifentests für die Sommersaison 2012. Genannt werden aber nicht nur die Test-Verlierer, zu vermelden gibt es auch zwei Test-Sieger.

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Sommerreifen im Test 2012
Auf Nässe und trockener Fahrbahn gut bremsen, die Spur halten, dazu möglichst wenig Rollwiderstand bieten: Das alles zusammen können offenbar nur wenige Sommerreifen.
© GTÜ Zoomansicht

Nur einen "Fuffy" für einen Sommerreifen anlegen? Das ist eventuell zu wenig, denn für 50 Euro bekommt man offenbar nur mäßige Qualität. So sehen es zumindest die Tester der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) und des Autoclubs Europa (ACE). Zumindest fiel der so preisgünstige Rotalla Radial F108 vor allem auf Nässe unangenehm auf und wurde letztlich mit "nicht empfehlenswert" eingestuft. Diese schlechte Endbewertung muss sich auch der Goodride SA-05 gefallen lassen, ebenso der Sava Intensa HP. Wobei die beiden letztgenannten Produkte durchaus ins Geld gehen (75 bzw. 83 Euro).

Die Top-Reifen kommen von Conti und Dunlop

Auf Nässe schwächeln viele Reifen
Vor allem auf nasser Fahrbahn trennt sich rasch die Spreu vom Weizen - so wie im neuesten Test der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).
© GTÜ Zoomansicht

Dreimal Flop also im Test, aber zweimal auch Top: Der brandneue Continental PremiumContact 5 schaffte das beste Ergebnis, praktisch gleichauf auch der Dunlop SP Sport Fast Response. Beide "sehr empfehlenswert", beide im Preisbereich von 103 bzw. 99 Euro. Mehrere "empfehlenswerte" Reifen gab es auch, wie sich der Tabelle (siehe Foto unten) entnehmen lässt. Diese Test-Grafik gibt genaue Auskunft darüber, in welchen Disziplinen die 205/55 R16-Reifen punkten konnten und was ein Satz so kostet.

Der Rollwiderstand entscheidet über den Spritverbrauch

Interessant ist der Blick auf die Tabelle auch deshalb, weil man dort obendrein die Wertung für den Rollwiderstand einsehen kann. Und der ist wiederum mitentscheidend dafür, wie viel Kraftstoff ein Automobil verbraucht. Allerdings: In erster Linie sollte man auf die sicherheitsrelevanten Eigenschaften schauen, dann erst auf den Rollwiderstand. Zumindest einer der beiden "sehr empfehlenswerten" Reifen (Conti) und zwei der "empfehlenswerten" (Fulda, Goodyear) zeigen sich auch hier als gute Allrounder.

Vorsicht, Reifenplatzer!

Die Tabelle: Sieger und Verlierer
Die Punktebewertung der GTÜ-Testtabelle zeigt auf, wie sich Sieger von Verlierern unterscheiden - und wie schlecht ganz billige Importprodukte abschneiden (ZUM VERGRÖSSERN BITTE AUF DAS FOTO KLICKEN):
© GTÜ Zoomansicht

Schon im letzten Jahr wurde bei einem Sommerreifentest (ADAC/Stiftung Warentest) vor zwei Billigreifen gewarnt, da diese im Schnelllauftest platzten. Zwar wurde dieser speziellen Tests bei sehr hohen Geschwindigkeiten über 200 km/h durchgeführt, doch dies sollte aufzeigen, ob Sicherheitsreserven vorhanden sind oder nicht.

Wer übrigens seinen Reifen malträtiert, indem er etwa zu wenig Luft einfüllt oder flott über Bordsteinkanten fährt, kann diesen so schädigen, dass er auch bei weit niedrigeren Geschwindigkeiten sein Leben aushaucht.

Gerhard Windpassinger

22.02.12
 
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