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25.11.2011, 16:03

Schon Hustensaft kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen

Grippemittel? Schein weg!

Es ist wieder Erkältungszeit. Entsprechende Arzneimittel haben Hochkonjunktur. Aber nicht einmal alles, was rezeptfrei über die Theke geht, ist für Autofahrer wirklich harmlos.

Gefährlicher Cocktail: Vor allem die Auswirkung eines Medikamenten-Mixes kann problematisch werden.
Gefährlicher Cocktail: Vor allem die Auswirkung eines Medikamenten-Mixes kann problematisch werden.
© GTÜ/pixelio.deZoomansicht

So mancher schnieft, hustet, schleppt sich derzeit durch den Alltag, schwer gezeichnet vom Wüten der Bakterien oder Viren im erkältungsgeschwächten Körper. Weil man ja trotzdem funktionieren möchte respektive muss, wird eingeworfen und geschluckt, was die Hausapotheke hergibt und was die Symptome tunlichst lindern soll. Das aber kann problematisch werden - zumindest dann, wenn sich der Patient anschließend ans Steuer setzt. "Selbst scheinbar harmlose rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke können das Reaktionsvermögen deutlich einschränken", warnt etwa Gerhard Laub vom TÜV Süd.

Vor allem Kombipräparate haben die Fachleute im Visier. Solche Arzneien also, die als Vielzweckwaffen gegen mehrere Krankheitszeichen wirken sollen. Genau in dieser Kombination verschiedener Wirksamkeiten liegt aber häufig das Problem. Etliche Hustensäfte beispielsweise enthalten Codein, das ist ein Opiat, das einlullend wirkt, müde macht und die Reaktion verlangsamen kann. Möglich ist auch eine Beeinträchtigung des Sehvermögens. Genau Gegensätzliches löst dagegen Ephedrin aus, das in Schnupfenmitteln verwendet wird. Es wirkt anregend, soll aber im ungünstigsten Fall sogar Halluzinationen oder Verwirrtheit hervorrufen.

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Wer glaubt, sich einen Blick auf den Beipackzettel oder ein klärendes Gespräch mit seinem Arzt oder Apotheker sparen zu können, der sei gewarnt. "Die Rechtsprechung macht keinen Unterschied zwischen Drogen und Medikamenten", mahnt Gerhard Laub. Wer also unter Arzneimitteleinfluss wegen unsicherer Fahrweise auffällt oder gar einen Unfall verursacht, muss mit Flensburg-Punkten rechnen, mit einem Fahrverbot, mit Führerscheinentzug - und wenn's ganz übel kommt, sogar mit einer Freiheitsstrafe. Dann lieber doch im Bett bleiben . . .

Ulla Ellmer

25.11.11
 
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