
Der Mittelstürmer macht's: Dank des nach wie vor in Bestform auflaufenden Golf hat es Volkswagen auf 686.772 verkaufte Automobile in Deutschland gebracht. Dagegen nimmt sich die "Punktezahl" des Zweitplatzierten relativ bescheiden aus. Doch 297.439 verkaufte BMW- und Mini-Modelle bringen Rang 2 ein. Und auch auf dem dritten Platz folgt keiner der vermeintlich ganz großen "Vereine". Nein, die Stuttgarter haben's geschafft: 285.651 verkaufte Modelle - das bringt Rang 3.
Das Rennen um Rang 4 ist recht knapp ausgegangen. Nicht einmal 4000 Autos - man könnte von der besseren Tordifferenz sprechen - trennen Opel und Audi. 254.605 Einheiten sind es bei der Marke mit dem Blitz. Ingolstadt, in der zweiten Fußballbundesliga nur im unteren Tabellendrittel zu finden, macht's bei den Autos besser: 250.708 neu zugelassene Modelle sichern hinter den Hessen Rang 5. Die Kölner hingegen müssen sich mit Rang 6 bescheiden - 230.939 Ford, so lautet die amtliche Zulassungszahl. Dahinter klafft dann eine große Lücke, denn der Siebtplatzierte - Renault - liegt gut 70.000 Autos dahinter. Allerdings: Die für die Franzosen-Marke amtlich errechnete Zulassungszahl beinhaltet auch die Modelle des Billiganbieters Dacia.
Eine Erfolgsgeschichte ist beim Blick auf die Tabelle noch zu vermelden: Skoda hat sich quasi Punkt für Punkt erkämpft und so einen achtbaren achten Platz (142.611) erreicht. Weit dahinter steht das Team, das sich als Sponsor dem internationalen Fußball verschrieben hat: Hyundai. 86.866 neu zugelassene Modelle lassen aufhorchen. Dies vor allem deshalb, weil in der "Asien-Gruppe" der japanische Konkurrent Toyota/Lexus (83.204) in Schach gehalten werden konnte und so nur Rang 10 blieb. Und wer driftet vom Mittelfeld in die Abstiegszone ab oder nimmt im neuen Jahr von dort aus die Verfolgung auf? Peugeot, Fiat, Nissan/Infiniti, Citroen, Kia und Seat haben die besten Karten.
Wer sich wie im letzten Jahr gehalten hat, lässt sich am Plus und Minus der Zulassungen ablesen. Es ist sozusagen die Formtabelle der Auto-Liga. Ganz stark scheint sich dabei Lancia (plus 60,2 Prozent) in Szene zu setzen und den Sieg davonzutragen. Doch der ist bei genauer Betrachtung bescheiden: Weil die Italiener im vergangenen Jahr arg unter die Räder gekommen waren, dieses Jahr aber etwas besser verkauft haben, ergibt sich das vermeintlich hohe Plus. In der Tat brachte es die Fiat-Tochter aber nur auf gut 2344 Zulassungen. Zum Vergleich: Opel hat gut zehn mal mehr. Ansonsten fallen hier Volvo (plus 31,4 Prozent) und Chevrolet (plus 21,6 Prozent) positiv auf. Nachlassend dagegen die Formkurve bei Daihatsu (minus 26 Prozent) und Subaru (minus 20 Prozent).
Doch die Zahlen sind eigentlich schon Schnee von gestern. Denn vor ein paar Tagen hat die neue Saison begonnen. Der Sieger scheint, anders als in der Fußball-Bundesliga, schon festzustehen: Wolfsburg! Wetten dass?
Gerhard Windpassinger
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